Hymne und früheres Design

Das Original-Briefpapier von 1990. Design: Armin Stingl

HADIAG Software „Kommandofolgen für Rechenmaschinen“ gab es von 1989 bis 93. Wir waren jung, toll, hatten kein Internet, kaum Kunden – und kein Geld. Aber eine Firmenhymne: HADIAG HymneKomposition: Reiner Wahler. Grafikdesign: Armin Stingl

Fake-Identities der nächsten Generation

Jeder sollte sich im klaren darüber sein, dass hier und heute das Medium Internet von interessierter Seite genutzt wird um Meinungen zu machen, natürlich auch unter Zuhilfename virtueller Identitäten. Diese Virtualities haben Freunde, schreiben Kommentare und verhalten sich eigentlich ganz normal – vor allem aber im Sinne ihrer zahlenden Auftraggeber. Ein Auftraggeber bezahlt aber natürlich nicht die Einzelpersonen für Ihre „Meinungsbildung“ sondern Agenturen, welche viele solcher Meinungsbildner ins virtuelle Meinungsgefecht senden.

Eine neue Evolutionsstufe scheint jetzt erreicht. Warum es bisher „echte“ PR-Agentur-Mitarbeiter, welche das Heer der Virtualities steuerten so übernehmen mittlerweile „Bots“, welche es ermöglicht die virtuellen Identitäten zu steuern und zu manipulieren.

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Sind „Virtualities“ unehrenhaft?

Sogenannte „Virtualities“, Social-Networks-Benutzer, die keiner real existierende lebende Person entsprechen, sondern lediglich eine solche darstellen, werden eingesetzt um Leben und „die richtigen“ Meinungen im Internet zu verbreiten. Dies begann damit, dass vor Jahren die großen Markenartikler für Leben auf ihren eigenen Internetforen sorgen und diesen Starthilfe geben wollten. Einmal auf den Geschmack gekommen blieben die Markenmanager und ihre Agenturen bei ihren virtuellen Identitäten, diese kommentierten auch mal fremde Blog- und Foreneinträge und so entstand in manchen Agenturen ein Heer von Menschen, die nichts anders machen als unter fremden Namen Meinungen zu verbreiten. Und dafür werden sie bezahlt.

Pfui Teufel – meinen Sie – und halten das für höchst verwerflich?

Was aber ist mit den Filmchen, bei denen z.B. eine vermeintliche Hausfrau und Mutter im Supermarkt oder auf dem Parkplatz angesprochen wird und ganz locker erzählt, wie toll sie eine Süßigkeit oder ein Waschmittel findet. Fänden Sie es auch verwerflich, wenn Sie erfuhren, dass es sich dabei um eine bezahlte Schauspielerin handelt und Produktion und Verbreitung von der Industrie bezahlt werden? Selbstverständlich ist das so – und es wird auch nirgends eingeblendet: Achtung dies ist KEINE persönliche Meinung eines ganz normalen Verbrauchers, sondern eine BEZAHLTE WERBUNG.

Aus Sicht der Industrie und der Agenturen ist es kein wesentlicher Unterschied ob man einen Werbespot bezahlt und aussendet um damit eine bestimmte Meinung zu verbreiten, oder ob man dies erreicht, indem man Beiträge in Foren und bei facebook schreiben lässt.