Kinder und Computer – wie lange oder was?

Wie kann man Kinder zu einem guten Einstieg in die Informationstechnik verhelfen? Was ist das richtige Alter, was das richtige Gerät und welche Apps sind geeignet? Diese Frage stellt sich für alle Eltern. Nur wenige werden darauf eine gute Antwort haben.

Da meine Kinder mittlerweile beide in einem Alter sind, in dem absehbar ist, dass sie in den nächsten Jahren ein Smartphone haben möchten und da sie beide bereits erste Erfahrungen mit einem Tablet gesammelt haben, überlege ich, wie wir den Einstieg in die IT sinnvoll unterstützen und begleiten können.

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Ideologen des Status Quo

Diskutiert man mit Anhängern etablierter Parteien über die Notwendigkeit zur Mobilitätswende so dauert es nicht lange, bis zur Aussage „Wir wollen niemanden bevormunden!“.

Diese Behauptung fällt manchen immer dann ein, wenn darüber diskutiert wird, wie der öffentliche Raum am Besten im Sinne der Allgemeinheit und zur bestmöglichen Erfüllung aller Bedürfnisse aufgeteilt werden sollte.

Eine zweckgerichtete Aufteilung empfinden sie als Angriff. Ihnen ist natürlich auch klar, dass derzeit eine klare Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs erfolgt. Der Status Quo ist das, was sie als „normal“ empfinden. Sie halten den Zustand, dass fast der gesamte öffentliche Raum dem fahrenden und ruhenden motorisierten Individualverkehr gewidmet ist, für normal. Jede andere Nutzung, erscheint ihnen als Beweis ihrer Aufgeschlossenheit, als Leistung, als Beweis „wir tun doch was“.

Eine zweckdienliche und unvoreingenommene Aufteilung des öffentlichen Raumes erscheint ihnen nicht als angemessen und logisch, sondern als „ideologisch“.

Dabei sind sie die „Ideologen“, die andere Menschen bevormunden:

  • Die es Kindern unmöglich machen in der Stadt draußen zu spielen und sich sicher alleine im öffentlichen Raum zu bewegen.
  • Die uns davon abhalten mit dem Rad zu fahren, weil wir ständig mit Angst fahren müssen „übersehen“ zu werden.
  • Die dafür sorgen, dass links Abbiegen für Radfahrer meist doppelt so lange dauert wie für Autofahrer.
  • Die uns zum Anhalten nötigen, obwohl das Abbiegen für Radfahrer völlig gefahrlos möglich wäre.
  • Die uns von der Fahrbahn verdrängen und auf unbrauchbare und gefährliche Radwege zwingen.
  • Die uns dazu zwingen unser Fahrrad in den Keller zu wuchten, weil sicher draußen parken in unseren Städten nur für Autos möglich ist.

Ich wünsche mir von denen, die sich für „konservativ“ und bewahrend halten, weniger Ideologie, mehr Konservativismus im Sinne von „Erhalt und Wiederherstellung einer lebenswerten Umwelt“. Fangen wir einfach mit Nachdenken von vorne an – anstatt einen verkorksten Zustand zur Norm und für erhaltenswert zu erklären. Der Kopf ist bekanntlich rund – damit das Denken auch seine Richtung auch ändern kann…

Hymne und früheres Design

Das Original-Briefpapier von 1990. Design: Armin Stingl

HADIAG Software „Kommandofolgen für Rechenmaschinen“ gab es von 1989 bis 93. Wir waren jung, toll, hatten kein Internet, kaum Kunden – und kein Geld. Aber eine Firmenhymne: HADIAG HymneKomposition: Reiner Wahler. Grafikdesign: Armin Stingl

Fake-Identities der nächsten Generation

Jeder sollte sich im klaren darüber sein, dass hier und heute das Medium Internet von interessierter Seite genutzt wird um Meinungen zu machen, natürlich auch unter Zuhilfename virtueller Identitäten. Diese Virtualities haben Freunde, schreiben Kommentare und verhalten sich eigentlich ganz normal – vor allem aber im Sinne ihrer zahlenden Auftraggeber. Ein Auftraggeber bezahlt aber natürlich nicht die Einzelpersonen für Ihre „Meinungsbildung“ sondern Agenturen, welche viele solcher Meinungsbildner ins virtuelle Meinungsgefecht senden.

Eine neue Evolutionsstufe scheint jetzt erreicht. Warum es bisher „echte“ PR-Agentur-Mitarbeiter, welche das Heer der Virtualities steuerten so übernehmen mittlerweile „Bots“, welche es ermöglicht die virtuellen Identitäten zu steuern und zu manipulieren.

Weitere interessante Informationen zu dem Thema finden Sie bei heise.de.

Sind „Virtualities“ unehrenhaft?

Sogenannte „Virtualities“, Social-Networks-Benutzer, die keiner real existierende lebende Person entsprechen, sondern lediglich eine solche darstellen, werden eingesetzt um Leben und „die richtigen“ Meinungen im Internet zu verbreiten. Dies begann damit, dass vor Jahren die großen Markenartikler für Leben auf ihren eigenen Internetforen sorgen und diesen Starthilfe geben wollten. Einmal auf den Geschmack gekommen blieben die Markenmanager und ihre Agenturen bei ihren virtuellen Identitäten, diese kommentierten auch mal fremde Blog- und Foreneinträge und so entstand in manchen Agenturen ein Heer von Menschen, die nichts anders machen als unter fremden Namen Meinungen zu verbreiten. Und dafür werden sie bezahlt.

Pfui Teufel – meinen Sie – und halten das für höchst verwerflich?

Was aber ist mit den Filmchen, bei denen z.B. eine vermeintliche Hausfrau und Mutter im Supermarkt oder auf dem Parkplatz angesprochen wird und ganz locker erzählt, wie toll sie eine Süßigkeit oder ein Waschmittel findet. Fänden Sie es auch verwerflich, wenn Sie erfuhren, dass es sich dabei um eine bezahlte Schauspielerin handelt und Produktion und Verbreitung von der Industrie bezahlt werden? Selbstverständlich ist das so – und es wird auch nirgends eingeblendet: Achtung dies ist KEINE persönliche Meinung eines ganz normalen Verbrauchers, sondern eine BEZAHLTE WERBUNG.

Aus Sicht der Industrie und der Agenturen ist es kein wesentlicher Unterschied ob man einen Werbespot bezahlt und aussendet um damit eine bestimmte Meinung zu verbreiten, oder ob man dies erreicht, indem man Beiträge in Foren und bei facebook schreiben lässt.