Wie lernen Kinder sicher Fahrrad fahren?

Immer mehr Schüler fallen durch die Prüfung zum „Fahrradführerschein“. Woran liegt´s?

Heute berichtete nordbayern.de davon, dass immer mehr Nürnberger Schüler durch die Radfahrprüfung fallen. Diese Prüfung zum sogenannten „Fahrradführerschein„ findet im 4. Schuljahr statt. Zwar hat diese Prüfung keinerlei juristische Bedeutung, aber Schulen, Elternbeiräte und Betreuungseinrichtungen empfehlen Eltern „Wie lernen Kinder sicher Fahrrad fahren?“ weiterlesen

„Schilda„-Maler Ulrich…

Nürnbergs Baureferent Ulrich scheint in seiner Rolle als Spaßvogel aufzugehen. Neulich amüsierte ich mich an dieser Stelle über seine Leistung eine Radwegeunterbrechung in „Shared Space„ umzubenennen.

Legal, Illegal, Scheißegal – so kreativ interpretiert die Verwaltung in Nürnberg die StVO.

Heute lese ich im Nürnberger Stadtanzeiger, dass er sich nun als „Schilda„-Maler betätigt hat und Schilder auf dem Asphalt malen lässt, die es gar nicht gibt. Mag ja sein, dass andernorts in Deutschland die StVO gilt. Hier in Nürnberg anscheinend nicht. Da werden jetzt Schilder auf die Straße gemalt, die auf große Kreativität und geringe Sachkenntnis schließen lassen. Es sind nämlich keine Verkehrszeichen und sie haben somit auch keinerlei rechtliche Auswirkung. Dumm nur, wenn sich ein Verkehrsteilnehmer daran orientiert und es deshalb zu einem Unfall kommt. Denn dann könnten solche Pflastermalereien für die Stadt Nürnberg teuer werden. Aber was soll´s, das zahlt ja der „Schilda„-Maler nicht aus seiner eigenen Tasche.

Herr Ulrich, falls Sie mal wieder pflastermalen wollen, wir haben hier eine Privatstraße auf der sie mit unseren Kindern malen können ohne dadurch den Verkehr zu gefährden.

It´s not a bug, it´s a feature!

Foto des auf 15m unterbrochenen 2017 neu gebauten Radweges am Nürnberger Hauptbahnhof.
Andere mögen dies „Unterbrechung eines Radwegs„ nennen, Nürnbergs Baureferent Ulrich nennt das „Shared Space„.

Ja die Radfahrer. Denen kann man es nicht Recht machen. Baut man ihnen Radwege, meckern sie rum, die wären zu schmal oder zu holprig oder sie haben einen Anfang und ein Ende. Baut man keine, ist es auch nicht Recht.

Doch zum Glück gibt es Fachleute, die den Radfahrern erklären können, dass alles so wie es ist seine Richtigkeit hat. Es liegt nur an den Radfahrern, dass sie nicht sicher und schnell voran kommen. Und dass nur sehr hartgesottene Zeitgenossen den Umstieg auf das Rad als Verkehrsmittel wagen – dafür kann ja niemand was, vor allem nicht die Planer, die haben schließlich immer alles richtig gemacht.

Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass es nicht die Unfähigkeit der Verantwortlichen ist, die mir „It´s not a bug, it´s a feature!“ weiterlesen

Für wen werden Radwege gebaut?

Weshalb gibt es eine Radwege-Benutzungspflicht und wer hat sie eigentlich eingeführt?

Jeder Radfahrer kennt das Ärgernis schlechter Radwege. Die meisten Radfahrer regen sich darüber auf. Autofahrer empfinden es als Großzügigkeit, dass man für Radfahrer einen eigenen Radweg gebaut hat. Sie erwarten, dass Radfahrer diesen auch nutzen. Egal in welchem Zustand er ist. Egal ob er dorthin führt, wo der Radfahrer hin möchte. Radfahrer auf der Fahrbahn werden von vielen Autofahrern geschnitten und genötigt. Ihre Gefährdung wird von Autofahrern oft in Kauf genommen, um diese auf den Radweg zu verweisen.

Doch weshalb wurde die Radwegebenutzungspflicht eingeführt? „Für wen werden Radwege gebaut?“ weiterlesen

Die Stadt Nürn­berg sorgt für siche­re Rad­wege!

So sieht es aus, wenn die Stadt Nürnberg für Sicherheit sorgt – vielen Dank auch!

Endlich mal ein positives Beispiel – nach all der Nörgelei! Wie dieses Foto beweist, sorgt die Stadt Nürnberg sehr wohl für die Sicherheit auf Radwegen. Dieser neu gebaute Radweg ist zwar noch nicht eröffnet, aber wie zu sehen ist, müssen sich Radfahrer keine Sorgen machen. Wenn sie gegen den Betonpfosten gefahren sind, der mitten auf dem Radweg steht, „Die Stadt Nürn­berg sorgt für siche­re Rad­wege!“ weiterlesen

Ergebnisse des Fahrradklima-Test für Nürnberg

Die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests 2016 wurden veröffentlicht. Mehr als 120.000 Bundesbürgerinnen und -bürger haben 539 Städte und Gemeinden im Herbst 2016 bewertet. Die Umfrageteilnehmer haben 27 Fragen beantwortet und jeweils eine Wertung nach dem Schulnotensystem vorgenommen. So wurde ermittelt ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob beispielsweise Radwege vor Falschparkern frei gehalten werden und ob sie sich auf dem Fahrrad sicher fühlen.

Wir haben uns die Ergebnisse angesehen und dabei besonderes Augenmerk auf die Bewertung unserer Heimatstadt Nürnberg gelegt.

Der Nürnberger im Allgemeinen und unsere Verkehrsplaner im Besonderen sind ja bekannt für ihre Anstrengungen die sich mit „geht scho„ und „passt scho„ zusammen fassen lassen.

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Radfahrerin in Nürnberg von LKW überfahren

Ein weiteres Opfer hat die mangelhafte Verkehrsinfrastruktur in Nürnberg gefordert. Sichere Verkehrswege für Radfahrer gibt es in der fränkischen Metropole nur, wenn dies den Autoverkehr nicht einschränkt und nicht so viel kostet.

Heute morgen kostete diese Grundlage hiesiger Verkehrsinfrastruktur und das Verhalten eines LKW-Fahrers ein Menschenleben.

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Verkehrsunfälle und „Fehlverhalten„

Zweithäufigstes Fehlverhalten war das Überschreiten der Fahrbahn durch plötzliches Hervortreten hinter Sichthindernissen (26,7 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt: Verkehrsunfälle – Kinderunfälle im Straßenverkehr, 2015
Gerade habe ich meine Tochter in den Kindergarten gebracht. Ich frage mich wie Kinder Straßen denn anders überqueren sollen, in deren Kreuzungsbereich Autos parken, die deutlich höher sind, als sie selbst, als dazwischen hindurch auf die Straße zu treten. Irgendwie müssen sie ja aus der Lücke zwischen den Autos „hervortreten„. Und da sie die Straße aufgrund der dort parkenden Autos nicht einsehen (über die Autos blicken) können um zu warten bis die Straße frei ist, wird der herannahende Autofahrer dieses Hervortreten als „plötzlich„ wahrnehmen – falls er gerade in diesem Moment vorbei fährt.
Das Parken im Kreuzungsbereich stellt eine erhebliche Gefährdung dar. Leider bleibt es für den Gefährder meist folgenlos, weil die Polizei regelwidriges und gefährdendes Parken duldet und es nicht sanktioniert wird. Dadurch wurde es bereits normal (im Sinne von „üblich„) und irgendwie auch schon wieder „in Ordnung„.

Fahrradrowdy und Autoverkehrbehinderer

Man hört ja immer wieder, dass Fahrradfahrer sich nicht an Verkehrsregeln halten und lauter Rowdys per Rad unterwegs sind. Das stimmt – ich gehöre auch dazu. Ich bin überwiegend mit dem Auto unterwegs. Den meisten Zeitgenossen gelte ich vermutlich als Verkehrshinderniss, da ich mich sowohl an Geschwindigkeitsbegrenzungen halte als auch vorschriftsmäßig parke. Unverständnis prallt mir als Autofahrer entgegen, wenn ich (korrekt) auf der Straße und nicht (falsch) auf dem Gehweg parke. Fahre ich 50 in der Stadt – sehe ich von den SUVs hinter mir meist nur noch den Kühler im Rückspiegel.

Ganz anders auf dem Fahrrad. Da würde ich mich auch an Regeln halten – nur ist das nicht so einfach. Links abbiegen ist z. B. eine alltägliche Aufgabe, die man mit dem Auto an allen Kreuzungen ohne einen Regelverstoß bewältigen kann. Mit dem Fahrrad ist das meist nicht möglich ohne die Benutzungspflicht für Radwege zu verletzten oder unerlaubt einen Fußgängerüberweg zu befahren. Natürlich könnte man sein Fahrrad auch schieben – in meiner Jugend habe ich das auch öfters mit meinen Autos getan – geht schon, aber wozu hat man ein Fahrzeug, doch zum fahren und nicht zum schieben, oder?

Ist es zu viel verlangt, wenn auch Fahrradfahrer fahrend an ihr Ziel gelangen möchten?

Darüber hinaus gibt es auch Regelungen, die man – zumindest im vorbei fahren mit >= 20km/h nicht verstehen kann. Die Fahrradampel auf dem Foto zum Beispiel. Verstehen Sie, für wen sie gilt und was sie uns sagen möchte?

Gefunden habe ich das gute Stück auf einem benutzungspflichtigen Radweg in der Stadt Stein. Nach längerem Studium der Kreuzungssituation vermute ich, dass Radfahrer bei roter Ampel anhalten müssen, da es sein könnte, dass ein Fußgänger vom Gehweg rechts die Straße links (Fußgängerampel) überqueren möchte – oder von links kommt. Der Fußweg kreuzt also den gerade aus weiter führenden Radweg, was einen eifrigen Verkehrsplaner wohl zu dieser Ampel für Radfahrer motiviert hat.
Ob der Mann – oder die Frau – selbst an dieser roten Ampel anhält, falls er jemals mit dem Rad vorbei kommen sollte, auch wenn gar keine Fußgänger in Sicht sind?

Es ist leicht sich an Regeln zu halten, wenn diese gemeinsamen Zielen dienen. Es ist Unsinn, sich an Regeln zu halten, wenn diese ausschließlich das Interesse einer Partei berücksichtigen und alle anderen Interessen hint‚ angestellt werden, bzw. überhaupt nicht berücksichtigt werden. Wer regelkonformes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer wünscht, muss Regeln aufstellen, welche den Bedürfnissen aller gerecht werden.

Blut statt Farbe

Rote Farbe für Radwege ist Nürnberg zu teuer

Täglich kommt es zu schweren Verletzungen von Radfahrern, weil sie von Autofahrern übersehen werden. Gerade abbiegende Autofahrer übersehen häufig Radfahrer – auch (oder gerade) wenn diese auf Radwegen fahren. Wegen dieser Gefahr dürfen z. B. Gegenrichtungsradwege innerhalb geschlossener Ortschaften nicht verpflichtend angeordnet werden – auf keinen Fall jedoch, wenn sie von vielen Kreuzungen unterbrochen werden.
Es gibt also Regelungen und Gesetze, die teilweise gar nicht so schlecht sind. Nur halten auch Städte und Gemeinden sich nicht in jedem Fall – die Stadt Nürnberg ganz sicher nicht immer – an geltendes Recht. Gerade in Bayern sind die rechtlichen Möglichkeit für Bürger gegen verkehrsrechtswidriges Handeln der Verwaltung vorzugehen stark eingeschränkt.

Hier in Nürnberg gibt es Radwege in katastrophalem Zustand. Sie beginnen irgendwo und enden plötzlich. Abbiegen für Radfahrer ist üblicherweise nicht vorgesehen und die Radwege führen mitunter entgegen der Fahrtrichtung, wo sie ca. alle 50m von ab- und einbiegenden Autos gequert werden. Eine untragbare Situation die zu einer erheblichen Gefährdung der Bürger führt, die mit dem Rad in der fränkischen Metropole unterwegs sind.

Was müssten die Städte tun?

Natürlich die Prioritäten bei der Verkehrswegeplanung anders setzen. Wenn erreicht werden soll, dass ein erheblicher Anteil des Verkehrs vom Auto auf das Rad verlagert wird, muss man die Bevorzugung der Verkehrsmittel umkehren. Wenn Radmobilität weiterhin als Begleiterscheinung auf Straßen die für Autos gebaut werden angesehen wird – dann wird es nichts mit dem massenhaften Umstieg aufs Rad.

Ist das teuer

Wie immer kommt es drauf an, was „man„ will und was es „einem„ wert ist. Will „man„ aber etwas nicht – ist jeder Euro einer zu viel.

Was will Nürnbergs Stadtrat heute?

In Nürnberg will man offensichtlich möglichst wenig Geld für irgendwelche Radfahrer und deren Infrastruktur ausgeben. Sich als modern und fahrradfreundlich darstellen (so lange es nichts kostet) – JA! Ein Verkehrskonzept das Radfahrer gleichberechtigt einbezieht und dafür Autoprivilegien abschafft – NEIN! Fahrradstraßen – NEIN! Radwege gemäß der Verwaltungsanordnung gestalten und dementsprechend umbauen – NEIN! Die bestehenden und oft sehr gefährlichen Radwege wenigstens rot anstreichen, damit Autofahrer und Fußgänger sie zumindest als Radwege erkennen – NEIN!
Die C.S.U gilt in Nürnberg als autofahrerfreundlich und wenig geneigt etwas für fahrradfahrerende Bürger zu tun – falls es Geld oder Parkplätze kostet. Der SPD gebührt die Rolle der Unschuld, die ja gerne würde – wenn man sie denn nur ließe.

Aber stimmt das – oder ist das einfach nur Nürnberger Stadtratstheater in seiner tausendsten Wiederholung?

Blut statt Farbe

Rote Farbe ist Nürnberg zu teuer. Das Blut der Radfahrer, das in den nächsten Jahren auf Nürnbergs Straßen fließen wird, ist uns weniger Wert als die rote Farbe kostet. Vielleicht sollte SÖR es zukünftig nicht mehr aufwischen, sondern verteilen – ist schließlich auch rot und kostet nichts – nur manchem Rad fahrenden Bürger das Leben.

Ihr Nürnberger Stadträte: Das Blut verletzter Radfahrer in Nürnberg klebt auch an euren Händen! Denkt daran, wenn ihr demnächst in der Zeitung mal wieder von einem überfahrenen Radfahrer lest.


siehe auch

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